Jahr 1996

Die Planung des Neubauvorhabens war seit der Sitzung im Juli 1995 weiter fortgeschritten.

Am 24.04.1996 erfolgte auf Einladung von Herrn Ministerialrat Weber aus dem Sozialministerium ein Treffen von Frau Landrätin Bruni Mayer, Landkreis Rottal-Inn, Herrn Landrat Erich Rambold, Landkreis Mühldorf, und Herrn Landrat Seban Dönhuber, Landkreis Altötting, mit Vertretern der Regierung von Oberbayern und des Sozialministeriums.

Abb.: Besprechung zum Bau des Sozialpädiatrischen Zentrums (von links nach rechts): Frau Landrätin Mayer, Frau Dipl.-Volkswirt (FH) Ilse Seidl, Regierung von Oberbayern, Frau Amtsrätin Sonja Groth-Wollmann und Herr Ministerialrat Max Weber, Sozialministerium

Bei dieser Tagung wurde unter Koordination von Herrn Weber eine Finanzierungsabsprache getroffen, die auch im weiteren Verlauf weitgehend so realisiert wurde. Bei Gesamtkosten für den Bau des Sozialpädiatrischen Zentrums von ca. 14,4 Mio. DM wurde ein Anteil für den Landkreis Altötting von 3,67 Mio. DM, den Landkreis Mühldorf von 54 1.000,– DM und den Landkreis Rottal-Inn von 305.000,– DM errechnet.

Das Sozialministerium sicherte die Übernahme von 6,5 Mio. DM zu. Die restlichen Kosten sollten über Stiftungen beantragt bzw. durch Eigenmittel abgedeckt werden. Die Gesamtkosten für den Anbau zur Erweiterung der Pädiatrie sollten bis zu einer Höhe von 2 Mio. DM durch Kontingentmittel der Regierung von Oberbayern abgedeckt werden.

Im Anschluss an die Sitzung erfolgte die Unterzeichnung der gemeinsamen Vereinbarung zwischen den Landkreisen Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn durch die Landräte mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum über den gemeinsamen Betrieb des Zentrums.

Abb.: (Von links nach rechts) Landrat Seban Dönhuber, Landrätin Bruni Mayer, Landrat Erich Rambold bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zum Betrieb des Sozialpädiatrischen Zentrums

Parallel zu diesen Aktivitäten fanden Verhandlungen mit dem Kreiskrankenhaus Mühldorf zur Mitbetreuung der geburtshilflichen Abteilung bzw. des Neugeborenenzimmers durch die Pädiatrie des KKH Alt-/Neuötting statt. Diese Diskussion sowie die noch 1990 erheblich unterschätzte hohe Auslastung der neonatologischen Intensivstation führte zu einem Erweiterungsantrag von 3 auf 5 Plätze für die neonatologische Intensivstation Altötting. Am 17.05.1996 fand eine Tagung mit Vertretern sämtlicher Krankenkassen, zum Teil von den Bundesverbänden delegiert, statt, um diese Maßnahme zu realisieren. Nach einer mehrstündigen, intensiven Diskussion wurde – nach vorhergegangener Ablehnung – dem Antrag stattgegeben und nach weiteren Besprechungen mit dem Sozialministerium mit Schreiben vom 30.07.1996 die Erweiterung der Intensivstation auf 5 Plätze genehmigt.

Abb.: Diskussionsteilnehmer am 17.05.1996 zur Erweiterung der neonatalen Intensivstation

Eine besondere Bereicherung seit dem Jahr 1995 ist die Betreuung der pädiatrischen Abteilung durch Frau Dipl.-Theol. Ingrid Weißl als Seelsorgerin (Kapitel 4.9). Sie hilft bei vielen individuellen Problemen und führt viele Gespräche mit den Eltern. Besonders hervorzuheben ist auch das Krippenspiel am Vormittag des 24. Dezember, das sie alljährlich mit viel Liebe und Engagement einstudiert und aufführt.

Abb.: Krippenspiel am 24. Dezember auf der Kinderstation



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